Andis [39]
Anzeige

Das Friseurhandwerk zur Bundestagswahl 2021

Das Friseurhandwerk zur Bundestagswahl 2021
 
Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind für das Friseurhandwerk weiter folgenschwer und gefährden auch nach Abklingen der Infektionswellen die Existenz vieler Salons.
 

Zwei Lockdowns. Wochenlang keine Umsätze. Kurzarbeit und Angst um den Arbeitsplatz. Schleppende Auszahlung der staatlichen Hilfen und fehlende Berücksichtigung der Unternehmerinnen und Unternehmer. Die 70.000 Saloninhaberinnen und -inhaber haben gemeinsam mit ihren über 250.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pandemie viel auf sich genommen, um das Covid-19 Virus zu bekämpfen.

 

Das Friseurhandwerk hat sich mit beispielhaften Hygienekonzepten und Aktionen wie #friseuregegencorona viel Respekt und soziale Relevanz erarbeitet. Doch ein neues Image allein kann nicht die Antwort auf die Zukunftsfragen sein. Gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) fordert der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) eine Politik, die die Betriebe, Beschäftigten und Auszubildenden unterstützt.

 

In Ergänzung zu den „Erwartungen des Handwerks zur Bundestagswahl 2021“ formuliert der ZV für die Situation des Friseurhandwerks sechs Kernpositionen. Diese hat der ZV Vorstand in Ergänzung zu den Forderungen des Gesamthandwerks gestern einstimmig verabschiedet.

 

Was das Friseurhandwerk erwartet.
Positionen zur Bundestagswahl 2021.

 

„Die Krise überstehen.“

Das Friseurhandwerk als Arbeitgeber von mehr als 250.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Ausbildungsleistung von rund 20.000 Ausbildungsplätzen erwartet von der zukünftigen Bundesregierung kurzfristig positive Signale für eine wirtschaftliche Konsolidierung. Dabei muss der Schwerpunkt auf einer „verzahnten“ Steuer- und Abgabenpolitik liegen. Die Betriebe müssen effektiv entlastet werden. Die steuerliche Belastung der Betriebe muss unter Berücksichtigung der enormen Beschäftigungs-, Ausbildungs- und Integrationsleistung des Friseurhandwerks reduziert werden. Vor allem mit einem reduzierten Mehrwertsteuersatz kann die Mehr- und Überbelastung des Faktors Arbeit im Dienstleistungshandwerk Friseur sehr direkt und effizient korrigiert werden. Um die Existenz vieler Salons zu sichern, muss im Friseurhandwerk der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent gelten.

 

Eine Erhöhung der Einkommensfreigrenze für die von der Covid-19 Pandemie betroffenen selbständigen Betriebsinhaberinnen und -inhaber stellt einen gangbaren Weg dar, um das Eigenkapital der Friseurbetriebe in Deutschland zu erhöhen.

 

Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und der Abbau der Bürokratie müssen in Deutschland endlich umgesetzt werden, um gerade kleinere Betriebe zu entlasten.

 

„Marktstrukturen sichern.“

Die Absenkung der Steuern und Abgaben macht Schwarzarbeit weniger attraktiv. Aber es bedarf noch weitergehende Maßnahmen der Politik und Verwaltung, um die ausufernde Schwarzarbeit im Friseurhandwerk stärker zu bekämpfen. Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt, sondern bereitet vielen Betrieben im Friseurhandwerk ein ruinöses Umfeld.

 

„Gerechtigkeit schaffen.“

Gerechter Lohn für gute Arbeit. Der effektivste und beste Weg dorthin: Die Stärkung der Tariffähigkeit. Die Sozialpartner können es besser, als die Politik. Deshalb: Die Bedingungen für allgemeinverbindliche Tarifverträge müssen verbessert und vereinfacht werden. Senkung der Hürden für die Allgemeinverbindlichkeit und mehr Praxisorientierung. Minijobs müssen neu geregelt werden: Die Grenze für 450 Euro Jobs muss auf 600 Euro angehoben werden.

 

„Professionalität stärken.“

Der eigene Friseursalon. Das ist maximale Verantwortung. Für sich und andere. Die Meisterprüfung hat sich dabei als Qualitätsmerkmal bewährt. Doch es gibt mittlerweile zu viele Ausnahmen von diesem Standard und den damit verbundenen Erfolgsgaranten. Ohne betriebswirtschaftliches Konzept, ohne unternehmerische Professionalität droht das Abgleiten in die Schwarzarbeit.

 

Deshalb: Ausnahmeregelungen müssen Ausnahmen bleiben. Die Meisterprüfung muss Voraussetzung für die Eröffnung eines Salons bleiben.

 

„Qualität sichern.“

Lernen unter realen Bedingungen. Mit realen Kunden. Im realen Friseurbetrieb. Ergänzt durch die theoretische Ausbildung in der Berufsschule. Das ist das Erfolgsrezept der dualen Ausbildung. Doch im Friseurhandwerk kommt dieses Qualitätskonzept vor allem durch die Covid-19 Pandemie unter Druck. Deshalb muss hier entschieden gegengesteuert werden: Das Friseurhandwerk mit seiner hohen Ausbildungs- und Integrationsleistung bedarf einer zusätzlichen finanziellen Unterstützung bei dieser Aufgabe. Das Bundesprogramm „Ausbildung sichern“ muss um eine dauerhafte, praxisnahe Unterstützung der Ausbildungsbetriebe erweitert werden.

 

„Nachhaltigkeit ermöglichen.“

Bei den Themen Klima- und Umweltschutz wollen Friseurinnen und Friseure Ernst machen. Aber: Friseurgeräte, Beleuchtung, Heizung, Warmwasser und Wäschepflege sind energie- und kostenintensiv. Die Belastungen der Klimawende müssen fair verteilt und z.B. Energiekosten begrenzt werden.

 

Nur wenn die Leistungsfähigkeit der vielen Friseurunternehmerinnen und -unternehmer nicht überfordert wird, entstehen Akzeptanz und Vertrauen. Dann kann Ökologie überall „salonfähig“ werden.

 

 

Das Friseurhandwerk hat sich mit beispielhaften Hygienekonzepten und Aktionen wie #friseuregegencorona viel Respekt und soziale Relevanz erarbeitet. Doch ein neues Image allein kann nicht die Antwort auf die Zukunftsfragen sein. Gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) fordert der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) eine Politik, die die Betriebe, Beschäftigten und Auszubildenden unterstützt. In Ergänzung zu den „Erwartungen des Handwerks zur Bundestagswahl 2021“ formuliert der ZV für die Situation des Friseurhandwerks sechs Kernpositionen. Diese hat der ZV Vorstand in Ergänzung zu den Forderungen des Gesamthandwerks gestern einstimmig verabschiedet. Was das Friseurhandwerk erwartet.Positionen zur Bundestagswahl 2021. „Die Krise überstehen.“Das Friseurhandwerk als Arbeitgeber von mehr als 250.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Ausbildungsleistung von rund 20.000 Ausbildungsplätzen erwartet von der zukünftigen Bundesregierung kurzfristig positive Signale für eine wirtschaftliche Konsolidierung. Dabei muss der Schwerpunkt auf einer „verzahnten“ Steuer- und Abgabenpolitik liegen. Die Betriebe müssen effektiv entlastet werden. Die steuerliche Belastung der Betriebe muss unter Berücksichtigung der enormen Beschäftigungs-, Ausbildungs- und Integrationsleistung des Friseurhandwerks reduziert werden. Vor allem mit einem reduzierten Mehrwertsteuersatz kann die Mehr- und Überbelastung des Faktors Arbeit im Dienstleistungshandwerk Friseur sehr direkt und effizient korrigiert werden. Um die Existenz vieler Salons zu sichern, muss im Friseurhandwerk der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent gelten. Eine Erhöhung der Einkommensfreigrenze für die von der Covid-19 Pandemie betroffenen selbständigen Betriebsinhaberinnen und -inhaber stellt einen gangbaren Weg dar, um das Eigenkapital der Friseurbetriebe in Deutschland zu erhöhen. Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und der Abbau der Bürokratie müssen in Deutschland endlich umgesetzt werden, um gerade kleinere Betriebe zu entlasten. „Marktstrukturen sichern.“Die Absenkung der Steuern und Abgaben macht Schwarzarbeit weniger attraktiv. Aber es bedarf noch weitergehende Maßnahmen der Politik und Verwaltung, um die ausufernde Schwarzarbeit im Friseurhandwerk stärker zu bekämpfen. Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt, sondern bereitet vielen Betrieben im Friseurhandwerk ein ruinöses Umfeld. „Gerechtigkeit schaffen.“Gerechter Lohn für gute Arbeit. Der effektivste und beste Weg dorthin: Die Stärkung der Tariffähigkeit. Die Sozialpartner können es besser, als die Politik. Deshalb: Die Bedingungen für allgemeinverbindliche Tarifverträge müssen verbessert und vereinfacht werden. Senkung der Hürden für die Allgemeinverbindlichkeit und mehr Praxisorientierung. Minijobs müssen neu geregelt werden: Die Grenze für 450 Euro Jobs muss auf 600 Euro angehoben werden. „Professionalität stärken.“Der eigene Friseursalon. Das ist maximale Verantwortung. Für sich und andere. Die Meisterprüfung hat sich dabei als Qualitätsmerkmal bewährt. Doch es gibt mittlerweile zu viele Ausnahmen von diesem Standard und den damit verbundenen Erfolgsgaranten. Ohne betriebswirtschaftliches Konzept, ohne unternehmerische Professionalität droht das Abgleiten in die Schwarzarbeit. Deshalb: Ausnahmeregelungen müssen Ausnahmen bleiben. Die Meisterprüfung muss Voraussetzung für die Eröffnung eines Salons bleiben. „Qualität sichern.“Lernen unter realen Bedingungen. Mit realen Kunden. Im realen Friseurbetrieb. Ergänzt durch die theoretische Ausbildung in der Berufsschule. Das ist das Erfolgsrezept der dualen Ausbildung. Doch im Friseurhandwerk kommt dieses Qualitätskonzept vor allem durch die Covid-19 Pandemie unter Druck. Deshalb muss hier entschieden gegengesteuert werden: Das Friseurhandwerk mit seiner hohen Ausbildungs- und Integrationsleistung bedarf einer zusätzlichen finanziellen Unterstützung bei dieser Aufgabe. Das Bundesprogramm „Ausbildung sichern“ muss um eine dauerhafte, praxisnahe Unterstützung der Ausbildungsbetriebe erweitert werden. „Nachhaltigkeit ermöglichen.“Bei den Themen Klima- und Umweltschutz wollen Friseurinnen und Friseure Ernst machen. Aber: Friseurgeräte, Beleuchtung, Heizung, Warmwasser und Wäschepflege sind energie- und kostenintensiv. Die Belastungen der Klimawende müssen fair verteilt und z.B. Energiekosten begrenzt werden. Nur wenn die Leistungsfähigkeit der vielen Friseurunternehmerinnen und -unternehmer nicht überfordert wird, entstehen Akzeptanz und Vertrauen. Dann kann Ökologie überall „salonfähig“ werden.  2021-06-15 12:05:36friseurhandwerk,bundestagswahl,2021,zentralverband,deutschen,friseurhandwerks,auswirkungen,covid-19-pandemie,folgenschwer,gefährden,abklingen,infektionswellen,existenz,salonsTruekostenlosFriseur & Beauty.deEduard Zielinskihttps://friseur-and-beauty.de/images/Friseur-and-Beauty-Logo.png Im Proffgarten 16D-53804Much+492245 915200info@friseur-and-beauty.de+492245 915201DE 815 814 097
 
 
 
Dieser Artikel wurde am 15.06.2021 veröffentlicht.
 
 
 
Rechtlicher Hinweis:
Die in dem Artikel dargestellten Informationen (Inhalte) wurden von Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks an Friseur & Beauty.de (Eduard Zielinski) zur Veröffentlichung übermittelt. Die Inhalte des Artikels stellen weder die eigene Meinung von Friseur & Beauty.de (Eduard Zielinski) dar, noch macht sich Friseur & Beauty.de (Eduard Zielinski) die Inhalte des Artikels zu Eigen.
 
Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks

Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks

Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerkshttps://friseur-and-beauty.de/https://friseur-and-beauty.de/images/manufacturers/zentralverband_FH.png
Tel-Aviv-Str. 3
D-50676 Köln

Tel.: 0221-973037-0
Fax: 0221 973037-30

Web: www.friseurhandwerk.de/
Mail: info@friseurhandwerk.de
 
The Carecut [47]
Anzeige
 
e-kwip Kuro Rose Gold Set [256]
Anzeige
 
CDE-Objekteinrichtungen GmbH [101]
Anzeige
 
Barbicide® - Die blaue Weltmarke für Salon-Desinfektion [84]
Anzeige
 
"Das Friseurhandwerk zur Bundestagswahl 2021" deinen Freunden empfehlen
 
 
Hinweise zu Inhalten auf dieser Seite/ zum Urheberrecht
Friseur & Beauty.de (Eduard Zielinski) ist ein Informationsportal für die Friseur- und Beautybranche. Derzeit hat Friseur & Beauty.de (Eduard Zielinski) Informationen von mehr als 100 verschiedenen Marken bzw. Unternehmen als Inhalte von Dritten (fremde Nachrichten) sowie eigene Inhalte veröffentlicht. Die Informationen sind bewusst vielfältig ausgewählt, um eine vielschichtige Berichterstattung und Meinungsvielfalt zu gewährleisten. Friseur & Beauty.de (Eduard Zielinski) macht sich die Inhalte von Dritten (fremde Nachrichten) nicht zu Eigen. Alle Inhalte dieser Seite – insbesondere die Texte, Fotografien (Lichtbilder) und Grafiken – sind urheberrechtlich geschützt (Copyright). Das Urheberrecht liegt, soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, bei den Inhabern der jeweiligen Marken bzw. den Unternehmen, in deren Auftrag die Informationen veröffentlicht sind. Unter Lizenz veröffentlichte Inhalte dürfen nach den jeweils maßgeblichen Lizenzbedingungen verwendet werden. Ein Verstoß gegen das Urheberrecht (z.B. das unerlaubte Einbauen der Inhalte auf die eigene Internetseite) ist gemäß §§ 106 ff. Urheberrechtsgesetz strafbar. Wer dagegen verstößt, muss mit kostenpflichtigen Abmahnungen rechnen und ggf. Schadensersatz leisten.
 
 
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren

friseurhandwerk, bundestagswahl, 2021, beispielhaften, hygienekonzepten, aktionen, respekt, soziale, relevanz, erarbeitet, image, antwort

Friseur & Beauty.de: Das Friseurhandwerk zur Bundestagswahl 2021
Das Friseurhandwerk zur Bundestagswahl 2021Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind für das Friseurhandwerk weiter folgenschwer und gefährden auch nach Abklingen der Infektionswellen die Existenz vieler Salons.Das Friseurhandwerk zur Bundestagswahl 2021: Das Friseurhandwerk hat sich mit beispielhaften Hygienekonzepten und Aktionen wie #friseuregegencorona viel Respekt ...Truefriseurhandwerk, bundestagswahl, 2021, beispielhaften, hygienekonzepten, aktionen, respekt, soziale, relevanz, erarbeitet, image, antworthttps://friseur-and-beauty.de/images/product_images/popup_images/6181_0.jpg Friseur & Beauty.deEduard Zielinskihttps://friseur-and-beauty.de/images/Friseur-and-Beauty-Logo.png Im Proffgarten 16D-53804Much+492245 915200info@friseur-and-beauty.de+492245 915201DE 815 814 0972021