TONDEO Expert Collection Box [204]
Anzeige

Friseure in Not klagen jetzt bundesweit

Friseure in Not klagen jetzt bundesweit
 
Was als regionale Aktion begann, nimmt bundesweite Dimension an.
 

Friseure reichen in allen 16 Bundesländern Klage vor ihrem jeweiligen höchsten Verwaltungsgericht ein. Sie klagen für die Sicherheit. Und die Wiedereröffnung.

 

Friseure in Not klagen jetzt bundesweit

"Wie soll ich es mir leisten können, über Wochen und Monate hinweg Kurzarbeitergeld vorzufinanzieren?“, fragt sich Iris Regenthal-Labahn aus Mecklenburg-Vorpommern. Deutschland sei Ankündigungsweltmeister, aber Umsetzungszwerg. „Verlässlichkeit und Berechenbarkeit haben uns immer ausgezeichnet. Doch genau dieses Vertrauen verspielt sich die Politik jetzt, indem sie viel und groß ankündigt, die Umsetzung dann aber nicht hinbekommt.“ Mit ihrer Meinung ist sie längst nicht mehr allein: 19 Berufskollegen aus ganz Deutschland haben sich zusammengetan, um bundesweit gegen ihre jeweiligen Landesverordnungen zu klagen. Auch Klaus-Dieter Schäfer aus Schleswig-Holstein ist dabei: „Die viel versprochene Überbrückungshilfe III war bislang nur heiße Luft. Alles, was ich von der Bundesregierung höre, ist: ‚Bitte warten Sie.‘ Ich frage mich: Wie viel wird kommen? Und wann?“ Matthias Dübbelde und Mike Niemeyer aus Niedersachsen werden sogar noch deutlicher: „Die Medien berichten, dass uns das Wasser bis zum Halse steht ... Das war im ersten Lockdown der Fall. Jetzt – im 2. Lockdown – sind wir dabei zu ertrinken.“ Doch den Friseurmeistern aus ganz Deutschland geht es nicht nur ums Geld.

 

Ziel der Aktion #FriseureInNot ist es, sowohl für Friseure als auch für die Gesellschaft einen gemeinsamen Weg zu finden, in welchem vulnerable Gruppen bestmöglich geschützt werden, unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird und dennoch die für die Gesellschaft notwendigen Friseurdienstleistungen regelkonform erbracht werden können. „Am Ende klagen wir, weil wir uns gerade nicht nur beklagen wollen. Wir wollen die Durchsetzung unserer Interessen aktiv vorantreiben“, so Noah Wild, Initiator der Aktion #FriseureInNot. Wer gar nicht erst klage, habe von Anfang an verloren. Insofern sei Untätigkeit für ihn keine Alternative. „Dass dabei auch und gerade für uns die Gesundheit der Bevölkerung an erster Stelle steht, ist selbstverständlich.“

 

Susanne Wurmbach aus Nordrhein-Westfalen empfindet die Schließung ihres Salons als unverhältnismäßig: „In der Schweiz sind die Friseure auf, in Österreich läuft die Wiedereröffnung heute an. Aber was ist mit uns? Wieso dürfen wir nicht wieder arbeiten?" Ihre Kollegin Nadine Potrafke aus Brandenburg: „Die uns von der Berufsgenossenschaft auferlegten Hygienevorschriften suchen ihresgleichen. Das findet man in keinem Supermarkt!“ Als Beispiel nennt sie das Haarewaschen: Bereits vor Erbringung der eigentlichen Dienstleistung werden die Haare gereinigt – eine Übertragung durch den Kontakt mit den Haaren könne also nicht erfolgen. Auch der Verbreitung durch Aerosole will die Friseurbranche den Kampf ansagen: „Es wurden und werden während der gesamten Behandlung sowohl von den Friseuren als auch von den Kunden Gesichtsmasken getragen“, sagt Arne Beyer aus Hamburg. Dem nicht genug: Die Friseurbranche zeige sogar die Bereitschaft, die Mund-Nasen- Bedeckung gegen z. B. FFP2-Masken auszutauschen, obwohl dies wiederum mit erhöhten Kosten für die Salonbetreiber verbunden sei und Einschränkungen im Salonbetrieb zur Folge habe. „Ein Besuch beim Friseurbesuch ist sicher“, so Beyer weiter. Anders sehe es jedoch im Privathaushalt aus: „Keiner darf rein, keiner weiß was. Für Schwarzarbeit gibt es kein Hygienekonzept.“

 

Dass die Erbringung ihrer Dienstleistungen trotzdem stattfindet, ärgert die Friseurunternehmer besonders. „Der durchschnittliche Kunde kommt alle sechs Wochen zu mir in den Salon. Jetzt sind schon sieben Wochen Lockdown rum“, erzählt Petra Feuerhack aus Sachsen. Ihre Kunden stünden unter Druck, wüssten sich nicht mehr zu helfen. „Mit jedem Tag, den mein Salon geschlossen bleibt, gehen mir die Umsätze unwiederbringlich verloren.“ Es werde schwarz geschnitten und gefärbt – unkontrolliert am heimischen Spülbecken. So mancher macht daraus kein Geheimnis, trägt seine neue Frisur gar öffentlich zur Schau: „Vorbild sein heißt auch, selbst Ansatz zu zeigen. Warum tun das unsere medialen Vorbilder nicht? Sie nutzen alle Schlupflöcher und lassen sich in der Maske oder von der ‚Assistenz‘ färben und schneiden“, ärgert sich Sandra Stiemert aus Sachsen-Anhalt. Sie selbst dürfe ihre Kunden aber nicht bei sich im Salon bedienen. „Wir sind doch keine Zweiklassengesellschaft!"

 

Friseure in Not klagen jetzt bundesweit

 

Liste der klagenden Salons

Bundesland: Baden-Württemberg
Gericht: Verwaltungsgerichtshof BaWü, Mannheim

Kläger: Isabelle Krauss

Haarladen Isabelle Krauss
Friedenstr. 1
74382 Neckarwestheim
www.haarladen.com
 
„Wie unsere Kollegen haben auch wir vor der Schließung teilweise 16 Stunden pro Tag gearbeitet. Das Ergebnis? Von den Hilfen bekommen wir jetzt keinen Cent.“

 

Bundesland: Freistaat Bayern
Gericht: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, München

Kläger: Christa Meier & Kathrin Zellner

Hairstyling Bayerwald
Nebling 15
94133 Röhrnbach
https://www.hairstyling-bayerwald.de/
 
„Setzt man die Infektionszahlen in Salons zu den Friseurbetrieben und Mitarbeitern in ganz Deutschland ins Verhältnis, ist das Fazit klar: unauffälliges Meldegeschehen für die Friseurbranche!“

 

Bundesland: Berlin
Gericht: Verwaltungsgericht Berlin

Kläger: Chris Exner

Kluge Junx UG Chris Exner
Alt Tempelhof 23-25
12103 Berlin
www.chris-exner-berlin.de
 
„Die duale Ausbildung lebt vom theoretischen Lernen und praktischen Umsetzen. Wenn wir unsere Mitarbeiter nicht praktisch schulen dürfen, verlieren wir eine komplette Generation Nachwuchsfriseure.“

 

Bundesland: Brandenburg
Gericht: Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Berlin

Kläger: Nadine Potrafke

Frisör-Werkstatt
Wolterstr. 15
15366 Neuenhagen
www.frisör-werkstatt.de
 
"Die uns von der Berufsgenossenschaft auferlegten Hygienevorschriften suchen ihresgleichen. Das findet man in keinem Supermarkt! Die Schließungen sind unverhältnismäßig."

 

Bundesland: Freie Hansestadt Bremen
Gericht: Oberverwaltungsgericht Freie Hansestadt, Bremen

Kläger: Andre Albers

Hauptsache der Friseur
Georgstr. 7
27570 Bremerhaven
www.hauptsache-der-friseur.de
 
„Menschen vereinsamen und werden gesellschaftlich allein gelassen. Wir Friseure sind ganz entscheidende Botschafter, die in sicherer Art und Weise nah an den Menschen arbeiten. Der Wunsch nach einem gepflegten Äußeren ist ein Grundbedürfnis, das wir nicht länger ignorieren dürfen.“

 

Bundesland: Freie und Hansestadt Hamburg
Gericht: Verwaltungsgericht Hamburg

Kläger: Arne Beyer

Hair Spa Hamburg
Schiffbeker Weg 82
22119 Hamburg
www.friseur-hamburg.io
 
"Friseure sind sicher! Um sich davon zu überzeugen, kann das Ordnungsamt jederzeit bei uns vorbeikommen. Aber im Privathaushalt, da sieht die Sache anders aus: Keiner darf rein, keiner weiß was. Für Schwarzarbeit gibt es kein Hygienekonzept."

 

Bundesland: Hessen
Gericht: Hessischer Verwaltungsgerichtshof, Kassel

Kläger: Konstantin Schick

Schick Friseure
Friedrich-Ebert-Str. 33
64342 Seeheim-Jugenheim
www.schick-friseure.de
 
„Im Verborgenen wird gefärbt, geschnitten und gestylt. Abstandsund Hygieneregeln? Fehlanzeige. Die einzig richtige Lösung muss heißen: kontrollierte Öffnung der Betriebe unter Einhaltung der Abstands-und Hygieneregeln.“

 

Bundesland: Hessen
Gericht: Hessischer Verwaltungsgerichtshof, Kassel

Kläger: Giuseppe Petrelli

Giuseppe Petrelli
Darmstädter Str. 40
64342 Seeheim-Jugenheim
https://petrelli-giuseppe.de/
 
„Dass wir die Abstands- und Hygieneregeln einhalten können, haben wir letztes Jahr glaubhaft bewiesen. Wir Friseure sind Hygienebotschafter.“

 

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Gericht: Oberverwaltungsgericht, Greifswald

Kläger: Iris Regenthal-Labahn

Salon Haaresbreite
Ravelinstr. 10
17389 Anklam
http://www.facebook.com/Salon-Haaresbreite-459509894089615
 
„Wie soll ich es mir leisten können, über Wochen und Monate hinweg Kurzarbeitergeld vorzufinanzieren? In Deutschland sind wir Ankündigungsweltmeister, aber Umsetzungszwerge. Verlässlichkeit und Berechenbarkeit haben uns immer ausgezeichnet. Doch genau dieses Vertrauen verspielt sich die Politik jetzt, indem sie viel und groß ankündigt, die Umsetzung dann aber nicht hinbekommt."

 

Bundesland: Niedersachsen
Gericht: Oberverwaltungsgericht Lüneburg

Kläger: Matthias Dübbelde und Mike Niemeyer

Hair Club Ramsloh
Florian Str. 2
26683 Ramsloh-Saterland
www.hairclub-ramsloh.de
 
„Wir sind Handwerker und haben unseren Auszubildenden gegenüber einen Ausbildungsauftrag. Wenn wir diesem nicht gerecht werden, bleibt eine ganze Auszubildenden-Generation auf der Strecke!“

 

Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Gericht: Oberverwaltungsgericht Münster

Kläger: Susanne Wurmbach

Friseursalon Susanne Wurmbach
Gierslinger Str. 1
53859 Niederkassel
https://wurmbach.de/
 
„Dass Salons sicher sind, zeigt auch ein Blick in unsere südlichen Nachbarländer: In der Schweiz sind die Friseure auf, in Österreich läuft die Wiedereröffnung heute an. Aber was ist mit uns? Wieso dürfen wir nicht wieder arbeiten?“

 

Bundesland: Rheinland-Pfalz
Gericht: Verwaltungsgericht Mainz

Kläger: Guido Wirtz

Guidos Haarladen
Petrusstr. 6
54675 Körperich
www.guidos-haarladen.de
 
„Unsere Kunden wissen sich nicht zu helfen und pilgern reihenweise über die Grenze. Hier dürfen Salons arbeiten, das verführt natürlich. Ich kann nur hoffen, dass meine Kunden auf lange Sicht zu mir zurückkehren.“

 

Bundesland: Saarland
Gericht: Oberverwaltungsgericht des Saarlandes, Saarlouis

Kläger: Wolfgang Schwan

Wolfgang Schwan Frisör
Dudweiler Str. 15-17
66111 Saarbrücken
https://www.instagram.com/wolfgang_schwan_friseur/
 
„Uns gibt es nicht ‚zum Mitnehmen‘ und auch nicht per Fernwartung, wir sind Vollblut-Handwerker. Unser Beruf ist alternativlos.“

 

Bundesland: Freistaat Sachsen
Gericht: Sächsisches Oberverwaltungsgericht, Bautzen

Kläger: Petra Feuerhack

Goldhaar
Otto-Thörner-Str. 18
09127 Chemnitz
www.goldhaar.de
 
„Der durchschnittliche Kunde kommt alle sechs Wochen zu mir in den Salon. Jetzt sind schon sieben Wochen Lockdown rum. Meine Kunden stehen unter Druck, wissen sich nicht zu helfen. Mit jedem Tag, den mein Salon geschlossen bleibt, gehen mir die Umsätze unwiederbringlich verloren.

 

Bundesland: Sachsen-Anhalt
Gericht: Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt, Magdeburg

Kläger: Sandra Stiemert

Deja Vu Haarstudio
Am Weidenring 1
39175 Biederitz
http://www.dejavu-friseur.de
 
„Vorbild sein heißt auch, selbst Ansatz zu zeigen. Warum tun das unsere medialen Vorbilder nicht? Sie nutzen alle Schlupflöcher und lassen sich in der Maske oder von der ‚Assistenz‘ färben und schneiden. Ich jedoch darf meine Kunden nicht hygienisch bei mir im Salon bedienen. Wir sind doch keine Zweiklassengesellschaft!"

 

Bundesland: Schleswig-Holstein
Gericht: Schleswig-Holsteinisches Oberverwaltungsgericht Schleswig

Kläger: Klaus-Dieter Schäfer

Haarstudio Schäfer
Süderstr. 22
25938 Wyk auf Föhr
www.haarstudio-schaefer.de
 
„Die viel versprochene Überbrückungshilfe III war bislang nur heiße Luft. Alles, was ich von der Bundesregierung höre ist: ‘Bitte warten Sie.‘ Ich frage mich: Wieviel wird kommen? Und wann? Viel Zeit bleiben mir und meinem Geschäft nicht mehr.“

 

Bundesland: Freistaat Thüringen
Gericht: Thüringer Oberverwaltungsgericht, Weimar

Kläger: André Amberg

André Amberg Friseure
Pfortenstr. 2
99867 Gotha
https://www.facebook.com/ArthursFriseure/
 
„Am 18. Januar habe ich vorübergehend Hartz IV beantragt. Meine Eltern, die unseren Familienbetrieb einst führten, müssen das nun miterleben. Am meisten frustriert mich, dass ich nicht mehr selbstständig über meine Lebens- und Arbeitssituation entscheiden kann. Ich bin ausgeliefert.“

 

 

 

Wie soll ich es mir leisten können, über Wochen und Monate hinweg Kurzarbeitergeld vorzufinanzieren?“, fragt sich Iris Regenthal-Labahn aus Mecklenburg-Vorpommern. Deutschland sei Ankündigungsweltmeister, aber Umsetzungszwerg. „Verlässlichkeit und Berechenbarkeit haben uns immer ausgezeichnet. Doch genau dieses Vertrauen verspielt sich die Politik jetzt, indem sie viel und groß ankündigt, die Umsetzung dann aber nicht hinbekommt.“ Mit ihrer Meinung ist sie längst nicht mehr allein: 19 Berufskollegen aus ganz Deutschland haben sich zusammengetan, um bundesweit gegen ihre jeweiligen Landesverordnungen zu klagen. Auch Klaus-Dieter Schäfer aus Schleswig-Holstein ist dabei: „Die viel versprochene Überbrückungshilfe III war bislang nur heiße Luft. Alles, was ich von der Bundesregierung höre, ist: ‚Bitte warten Sie.‘ Ich frage mich: Wie viel wird kommen? Und wann?“ Matthias Dübbelde und Mike Niemeyer aus Niedersachsen werden sogar noch deutlicher: „Die Medien berichten, dass uns das Wasser bis zum Halse steht ... Das war im ersten Lockdown der Fall. Jetzt – im 2. Lockdown – sind wir dabei zu ertrinken.“ Doch den Friseurmeistern aus ganz Deutschland geht es nicht nur ums Geld. Ziel der Aktion #FriseureInNot ist es, sowohl für Friseure als auch für die Gesellschaft einen gemeinsamen Weg zu finden, in welchem vulnerable Gruppen bestmöglich geschützt werden, unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird und dennoch die für die Gesellschaft notwendigen Friseurdienstleistungen regelkonform erbracht werden können. „Am Ende klagen wir, weil wir uns gerade nicht nur beklagen wollen. Wir wollen die Durchsetzung unserer Interessen aktiv vorantreiben“, so Noah Wild, Initiator der Aktion #FriseureInNot. Wer gar nicht erst klage, habe von Anfang an verloren. Insofern sei Untätigkeit für ihn keine Alternative. „Dass dabei auch und gerade für uns die Gesundheit der Bevölkerung an erster Stelle steht, ist selbstverständlich.“ Susanne Wurmbach aus Nordrhein-Westfalen empfindet die Schließung ihres Salons als unverhältnismäßig: „In der Schweiz sind die Friseure auf, in Österreich läuft die Wiedereröffnung heute an. Aber was ist mit uns? Wieso dürfen wir nicht wieder arbeiten? Ihre Kollegin Nadine Potrafke aus Brandenburg: „Die uns von der Berufsgenossenschaft auferlegten Hygienevorschriften suchen ihresgleichen. Das findet man in keinem Supermarkt!“ Als Beispiel nennt sie das Haarewaschen: Bereits vor Erbringung der eigentlichen Dienstleistung werden die Haare gereinigt – eine Übertragung durch den Kontakt mit den Haaren könne also nicht erfolgen. Auch der Verbreitung durch Aerosole will die Friseurbranche den Kampf ansagen: „Es wurden und werden während der gesamten Behandlung sowohl von den Friseuren als auch von den Kunden Gesichtsmasken getragen“, sagt Arne Beyer aus Hamburg. Dem nicht genug: Die Friseurbranche zeige sogar die Bereitschaft, die Mund-Nasen- Bedeckung gegen z. B. FFP2-Masken auszutauschen, obwohl dies wiederum mit erhöhten Kosten für die Salonbetreiber verbunden sei und Einschränkungen im Salonbetrieb zur Folge habe. „Ein Besuch beim Friseurbesuch ist sicher“, so Beyer weiter. Anders sehe es jedoch im Privathaushalt aus: „Keiner darf rein, keiner weiß was. Für Schwarzarbeit gibt es kein Hygienekonzept.“ Dass die Erbringung ihrer Dienstleistungen trotzdem stattfindet, ärgert die Friseurunternehmer besonders. „Der durchschnittliche Kunde kommt alle sechs Wochen zu mir in den Salon. Jetzt sind schon sieben Wochen Lockdown rum“, erzählt Petra Feuerhack aus Sachsen. Ihre Kunden stünden unter Druck, wüssten sich nicht mehr zu helfen. „Mit jedem Tag, den mein Salon geschlossen bleibt, gehen mir die Umsätze unwiederbringlich verloren.“ Es werde schwarz geschnitten und gefärbt – unkontrolliert am heimischen Spülbecken. So mancher macht daraus kein Geheimnis, trägt seine neue Frisur gar öffentlich zur Schau: „Vorbild sein heißt auch, selbst Ansatz zu zeigen. Warum tun das unsere medialen Vorbilder nicht? Sie nutzen alle Schlupflöcher und lassen sich in der Maske oder von der ‚Assistenz‘ färben und schneiden“, ärgert sich Sandra Stiemert aus Sachsen-Anhalt. Sie selbst dürfe ihre Kunden aber nicht bei sich im Salon bedienen. „Wir sind doch keine Zweiklassengesellschaft!  Liste der klagenden SalonsBundesland: Baden-WürttembergGericht: Verwaltungsgerichtshof BaWü, MannheimKläger: Isabelle KraussHaarladen Isabelle KraussFriedenstr. 174382 Neckarwestheimwww.haarladen.com „Wie unsere Kollegen haben auch wir vor der Schließung teilweise 16 Stunden pro Tag gearbeitet. Das Ergebnis? Von den Hilfen bekommen wir jetzt keinen Cent.“ Bundesland: Freistaat BayernGericht: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, MünchenKläger: Christa Meier & Kathrin ZellnerHairstyling BayerwaldNebling 1594133 Röhrnbachhttps://www.hairstyling-bayerwald.de/ „Setzt man die Infektionszahlen in Salons zu den Friseurbetrieben und Mitarbeitern in ganz Deutschland ins Verhältnis, ist das Fazit klar: unauffälliges Meldegeschehen für die Friseurbranche!“ Bundesland: BerlinGericht: Verwaltungsgericht BerlinKläger: Chris ExnerKluge Junx UG Chris ExnerAlt Tempelhof 23-2512103 Berlinwww.chris-exner-berlin.de „Die duale Ausbildung lebt vom theoretischen Lernen und praktischen Umsetzen. Wenn wir unsere Mitarbeiter nicht praktisch schulen dürfen, verlieren wir eine komplette Generation Nachwuchsfriseure.“ Bundesland: BrandenburgGericht: Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, BerlinKläger: Nadine PotrafkeFrisör-WerkstattWolterstr. 1515366 Neuenhagenwww.frisör-werkstatt.de Die uns von der Berufsgenossenschaft auferlegten Hygienevorschriften suchen ihresgleichen. Das findet man in keinem Supermarkt! Die Schließungen sind unverhältnismäßig. Bundesland: Freie Hansestadt BremenGericht: Oberverwaltungsgericht Freie Hansestadt, BremenKläger: Andre AlbersHauptsache der FriseurGeorgstr. 727570 Bremerhavenwww.hauptsache-der-friseur.de „Menschen vereinsamen und werden gesellschaftlich allein gelassen. Wir Friseure sind ganz entscheidende Botschafter, die in sicherer Art und Weise nah an den Menschen arbeiten. Der Wunsch nach einem gepflegten Äußeren ist ein Grundbedürfnis, das wir nicht länger ignorieren dürfen.“ Bundesland: Freie und Hansestadt HamburgGericht: Verwaltungsgericht HamburgKläger: Arne BeyerHair Spa HamburgSchiffbeker Weg 8222119 Hamburgwww.friseur-hamburg.io Friseure sind sicher! Um sich davon zu überzeugen, kann das Ordnungsamt jederzeit bei uns vorbeikommen. Aber im Privathaushalt, da sieht die Sache anders aus: Keiner darf rein, keiner weiß was. Für Schwarzarbeit gibt es kein Hygienekonzept. Bundesland: HessenGericht: Hessischer Verwaltungsgerichtshof, KasselKläger: Konstantin SchickSchick FriseureFriedrich-Ebert-Str. 3364342 Seeheim-Jugenheimwww.schick-friseure.de „Im Verborgenen wird gefärbt, geschnitten und gestylt. Abstandsund Hygieneregeln? Fehlanzeige. Die einzig richtige Lösung muss heißen: kontrollierte Öffnung der Betriebe unter Einhaltung der Abstands-und Hygieneregeln.“ Bundesland: HessenGericht: Hessischer Verwaltungsgerichtshof, KasselKläger: Giuseppe PetrelliGiuseppe PetrelliDarmstädter Str. 4064342 Seeheim-Jugenheimhttps://petrelli-giuseppe.de/ „Dass wir die Abstands- und Hygieneregeln einhalten können, haben wir letztes Jahr glaubhaft bewiesen. Wir Friseure sind Hygienebotschafter.“ Bundesland: Mecklenburg-VorpommernGericht: Oberverwaltungsgericht, GreifswaldKläger: Iris Regenthal-LabahnSalon HaaresbreiteRavelinstr. 1017389 Anklamhttp://www.facebook.com/Salon-Haaresbreite-459509894089615 „Wie soll ich es mir leisten können, über Wochen und Monate hinweg Kurzarbeitergeld vorzufinanzieren? In Deutschland sind wir Ankündigungsweltmeister, aber Umsetzungszwerge. Verlässlichkeit und Berechenbarkeit haben uns immer ausgezeichnet. Doch genau dieses Vertrauen verspielt sich die Politik jetzt, indem sie viel und groß ankündigt, die Umsetzung dann aber nicht hinbekommt. Bundesland: NiedersachsenGericht: Oberverwaltungsgericht LüneburgKläger: Matthias Dübbelde und Mike NiemeyerHair Club RamslohFlorian Str. 226683 Ramsloh-Saterlandwww.hairclub-ramsloh.de „Wir sind Handwerker und haben unseren Auszubildenden gegenüber einen Ausbildungsauftrag. Wenn wir diesem nicht gerecht werden, bleibt eine ganze Auszubildenden-Generation auf der Strecke!“ Bundesland: Nordrhein-WestfalenGericht: Oberverwaltungsgericht MünsterKläger: Susanne WurmbachFriseursalon Susanne WurmbachGierslinger Str. 153859 Niederkasselhttps://wurmbach.de/ „Dass Salons sicher sind, zeigt auch ein Blick in unsere südlichen Nachbarländer: In der Schweiz sind die Friseure auf, in Österreich läuft die Wiedereröffnung heute an. Aber was ist mit uns? Wieso dürfen wir nicht wieder arbeiten?“ Bundesland: Rheinland-PfalzGericht: Verwaltungsgericht MainzKläger: Guido WirtzGuidos HaarladenPetrusstr. 654675 Körperichwww.guidos-haarladen.de „Unsere Kunden wissen sich nicht zu helfen und pilgern reihenweise über die Grenze. Hier dürfen Salons arbeiten, das verführt natürlich. Ich kann nur hoffen, dass meine Kunden auf lange Sicht zu mir zurückkehren.“ Bundesland: SaarlandGericht: Oberverwaltungsgericht des Saarlandes, SaarlouisKläger: Wolfgang SchwanWolfgang Schwan FrisörDudweiler Str. 15-1766111 Saarbrückenhttps://www.instagram.com/wolfgang_schwan_friseur/ „Uns gibt es nicht ‚zum Mitnehmen‘ und auch nicht per Fernwartung, wir sind Vollblut-Handwerker. Unser Beruf ist alternativlos.“ Bundesland: Freistaat SachsenGericht: Sächsisches Oberverwaltungsgericht, BautzenKläger: Petra FeuerhackGoldhaarOtto-Thörner-Str. 1809127 Chemnitzwww.goldhaar.de „Der durchschnittliche Kunde kommt alle sechs Wochen zu mir in den Salon. Jetzt sind schon sieben Wochen Lockdown rum. Meine Kunden stehen unter Druck, wissen sich nicht zu helfen. Mit jedem Tag, den mein Salon geschlossen bleibt, gehen mir die Umsätze unwiederbringlich verloren. Bundesland: Sachsen-AnhaltGericht: Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt, MagdeburgKläger: Sandra StiemertDeja Vu HaarstudioAm Weidenring 139175 Biederitzhttp://www.dejavu-friseur.de „Vorbild sein heißt auch, selbst Ansatz zu zeigen. Warum tun das unsere medialen Vorbilder nicht? Sie nutzen alle Schlupflöcher und lassen sich in der Maske oder von der ‚Assistenz‘ färben und schneiden. Ich jedoch darf meine Kunden nicht hygienisch bei mir im Salon bedienen. Wir sind doch keine Zweiklassengesellschaft! Bundesland: Schleswig-HolsteinGericht: Schleswig-Holsteinisches Oberverwaltungsgericht SchleswigKläger: Klaus-Dieter SchäferHaarstudio SchäferSüderstr. 2225938 Wyk auf Föhrwww.haarstudio-schaefer.de „Die viel versprochene Überbrückungshilfe III war bislang nur heiße Luft. Alles, was ich von der Bundesregierung höre ist: ‘Bitte warten Sie.‘ Ich frage mich: Wieviel wird kommen? Und wann? Viel Zeit bleiben mir und meinem Geschäft nicht mehr.“ Bundesland: Freistaat ThüringenGericht: Thüringer Oberverwaltungsgericht, WeimarKläger: André AmbergAndré Amberg FriseurePfortenstr. 299867 Gothahttps://www.facebook.com/ArthursFriseure/ „Am 18. Januar habe ich vorübergehend Hartz IV beantragt. Meine Eltern, die unseren Familienbetrieb einst führten, müssen das nun miterleben. Am meisten frustriert mich, dass ich nicht mehr selbstständig über meine Lebens- und Arbeitssituation entscheiden kann. Ich bin ausgeliefert.“   2021-02-08 13:15:31friseure,not,klagen,bundesweit,wild,beauty,regionale,aktion,bundesweite,dimensionTruekostenlosFriseur & Beauty.deEduard Zielinskihttps://friseur-and-beauty.de/images/Friseur-and-Beauty-Logo.png Im Proffgarten 16D-53804Much+492245 915200info@friseur-and-beauty.de+492245 915201DE 815 814 097
 

Bilder zu Friseure in Not klagen jetzt bundesweit

1 | Friseure in Not klagen jetzt bundesweit
News 1: Friseure in Not klagen jetzt bundesweithttps://friseur-and-beauty.de/images/product_images/thumbnail_images/5938_1.jpgfriseure,not,klagen,bundesweit,wild,beauty,regionale,aktion,bundesweite,dimensionNewsbild 1: Friseure in Not klagen jetzt bundesweit
2 | Friseure in Not klagen jetzt bundesweit
News 2: Friseure in Not klagen jetzt bundesweithttps://friseur-and-beauty.de/images/product_images/thumbnail_images/5938_2.jpgfriseure,not,klagen,bundesweit,wild,beauty,regionale,aktion,bundesweite,dimensionNewsbild 2: Friseure in Not klagen jetzt bundesweit
 
 
 
Dieser Artikel wurde am 08.02.2021 veröffentlicht.
 
 
 
Rechtlicher Hinweis:
Die in dem Artikel dargestellten Informationen (Inhalte) wurden von Wild Beauty GmbH an Friseur & Beauty.de (Eduard Zielinski) zur Veröffentlichung übermittelt. Die Inhalte des Artikels stellen weder die eigene Meinung von Friseur & Beauty.de (Eduard Zielinski) dar, noch macht sich Friseur & Beauty.de (Eduard Zielinski) die Inhalte des Artikels zu Eigen.
 
Wild Beauty GmbH

Wild Beauty GmbH

Wild Beauty GmbHDE 166 484 790https://friseur-and-beauty.de/https://friseur-and-beauty.de/images/manufacturers/Wild_Beauty.png
Breslauer Str. 20
D-64342 Seeheim-Jugenheim

Tel.: 06257 5036-0
Fax: 06257 5036-7110

Web: www.wild-beauty.de
Mail: info@wild-beauty.de
 
mein Friseurumhang [96]
Anzeige
 
JOICO - Defy Damage [104]
Anzeige
 
Joewell Classic Offset [193]
Anzeige
 
Barbicide® - Die blaue Weltmarke für Salon-Desinfektion [84]
Anzeige
 
"Friseure in Not klagen jetzt bundesweit" deinen Freunden empfehlen
 
 
Hinweise zu Inhalten auf dieser Seite/ zum Urheberrecht
Friseur & Beauty.de (Eduard Zielinski) ist ein Informationsportal für die Friseur- und Beautybranche. Derzeit hat Friseur & Beauty.de (Eduard Zielinski) Informationen von mehr als 100 verschiedenen Marken bzw. Unternehmen als Inhalte von Dritten (fremde Nachrichten) sowie eigene Inhalte veröffentlicht. Die Informationen sind bewusst vielfältig ausgewählt, um eine vielschichtige Berichterstattung und Meinungsvielfalt zu gewährleisten. Friseur & Beauty.de (Eduard Zielinski) macht sich die Inhalte von Dritten (fremde Nachrichten) nicht zu Eigen. Alle Inhalte dieser Seite – insbesondere die Texte, Fotografien (Lichtbilder) und Grafiken – sind urheberrechtlich geschützt (Copyright). Das Urheberrecht liegt, soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, bei den Inhabern der jeweiligen Marken bzw. den Unternehmen, in deren Auftrag die Informationen veröffentlicht sind. Unter Lizenz veröffentlichte Inhalte dürfen nach den jeweils maßgeblichen Lizenzbedingungen verwendet werden. Ein Verstoß gegen das Urheberrecht (z.B. das unerlaubte Einbauen der Inhalte auf die eigene Internetseite) ist gemäß §§ 106 ff. Urheberrechtsgesetz strafbar. Wer dagegen verstößt, muss mit kostenpflichtigen Abmahnungen rechnen und ggf. Schadensersatz leisten.
 
 
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren

friseure, klagen, bundesweit, "wie, leisten, können, über, wochen, monate, hinweg, kurzarbeitergeld, vorzufinanzieren

Friseur & Beauty.de: Friseure in Not klagen jetzt bundesweit
Friseure in Not klagen jetzt bundesweitWas als regionale Aktion begann, nimmt bundesweite Dimension an.Friseure in Not klagen jetzt bundesweit: "Wie soll ich es mir leisten können, über Wochen und Monate hinweg Kurzarbeitergeld vorzufinanzieren?“, fragt sich ...Truefriseure, klagen, bundesweit, "wie, leisten, können, über, wochen, monate, hinweg, kurzarbeitergeld, vorzufinanzierenhttps://friseur-and-beauty.de/images/product_images/popup_images/5938_0.jpg Friseur & Beauty.deEduard Zielinskihttps://friseur-and-beauty.de/images/Friseur-and-Beauty-Logo.png Im Proffgarten 16D-53804Much+492245 915200info@friseur-and-beauty.de+492245 915201DE 815 814 0972021